Praxisbeispiel · Vermittlungsplattform für Dienstleistungen

KI-Telefonagent auf einer Dienstleistungsplattform: 70 % geringere Kosten pro Kontakt – Bark

Die Vermittlungsplattform Bark lässt KI-Agenten Dienstleister und Kunden anrufen, um Konten zu aktivieren und Anfragen zu vervollständigen. Laut Anbieter kommen so 800 Anrufstunden pro Woche hinzu.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: telli

Steckbrief

Unternehmen
Bark, globale Plattform, die Endkunden mit lokalen Dienstleistern verbindet (über 1,5 Mio. registrierte Fachleute)
Einsatz
Ausgehende Anrufe: Aktivierung von Dienstleistern und Klärung von Kundenanfragen
Anrufkapazität
800 zusätzliche Gesprächsstunden pro Woche
Ergebnis
25 % höhere Kontaktrate, 70 % geringere Kosten pro Kontakt

Ausgangssituation

  • Bark lebt davon, dass Dienstleister für passende Anfragen bezahlen. Viele neu registrierte Fachleute zögerten jedoch, bevor sie das erste Mal Credits kauften, und wollten vorher Fragen klären.
  • Gleichzeitig kamen Kundenanfragen oft mit fehlenden Angaben an und wurden dadurch seltener vermittelt.
  • Das Team rief Dienstleister und Kunden bereits manuell an, doch ein weiterer Ausbau mit eigenem Personal rechnete sich nicht. Eine zuvor getestete Entwicklerplattform für Sprach-KI war dem Unternehmen zu langsam.

Die Lösung

  • telli wurde über Zapier an das Backend von Bark angebunden; nach internen Testanrufen gingen zwei Agenten live.
  • Ein Agent ruft neue oder inaktive Dienstleister an, erklärt die Plattform, beantwortet Fragen, sammelt Informationen und vereinbart bei Bedarf einen Termin mit dem Vertrieb.
  • Ein zweiter Agent ruft Kunden an, bestätigt, ob die Anfrage noch aktuell ist, ergänzt fehlende Details und stellt die Anfrage neu ein oder schließt sie.
  • Für Dienstleister und Kunden klingen die Agenten unterschiedlich; Akzente und Zeitzonen werden je Kontakt berücksichtigt. Ergänzende SMS nach dem Anruf werden getestet.

Der Nutzen

  • Laut Bericht 800 zusätzliche Gesprächsstunden pro Woche, ohne zusätzliches Personal.
  • Die Kontaktrate stieg um 25 %, die Kosten pro Kontakt sanken um 70 %.
  • Der Vertrieb konzentriert sich auf Dienstleister, die kurz vor einer Entscheidung stehen; veraltete Anfragen verschwinden vom Marktplatz.

Herausforderungen

  • Die Kennzahlen stammen vom Anbieter; wie die Kosten pro Kontakt vorher und nachher berechnet wurden, wird nicht erläutert.
  • Bei einer internationalen Plattform müssen Ton, Akzent und Anrufzeiten je Zielgruppe und Land eigens abgestimmt werden.
  • Ausgehende Anrufe an Kunden und Geschäftspartner setzen voraus, dass die rechtlichen Vorgaben für Telefonkontakt im jeweiligen Land eingehalten werden.

„Wir können die Arbeit skalieren, ohne unsere Mitarbeiterzahl zu erhöhen.“

John Oberlin-Harris, Executive General Manager USA, Großbritannien und Kanada bei Bark, zitiert nach telli

Learnings für andere Betriebe

  1. Mit Testanrufen startenBark hat die Agenten zuerst intern angerufen, um Klang und Gesprächsführung zu prüfen. Das zeigt früh, wie viel Feinarbeit noch nötig ist.
  2. Unterschiedliche Agenten für unterschiedliche ZielgruppenGeschäftskunden und Privatkunden erwarten einen anderen Ton. Getrennte Agenten mit eigener Ansprache sind einfacher zu pflegen als ein Agent für alles.
  3. Datenqualität als eigener AnwendungsfallNicht nur Verkauf: Ein Agent, der unvollständige Anfragen nachfasst oder veraltete schließt, verbessert die Qualität der Daten, mit denen das ganze Geschäft arbeitet.

Unsere Einordnung

telli veröffentlicht keine Preise; ein Angebot gibt es nur nach einem Erstgespräch. Laut unseren Daten zielt telli auf größere Unternehmen und rechnet nach Minuten ab, mit individuell vereinbartem Kontingent und Minutenpreis.

Zur Größenordnung, als eigene Rechnung: 800 Gesprächsstunden pro Woche sind rund 48.000 Minuten pro Woche oder grob 200.000 Minuten im Monat. Das liegt weit über den Kontingenten der Standardtarife, die wir für KI-Telefonassistenten vergleichen – in diesem Bereich wird ohnehin individuell verhandelt. Zudem handelt es sich um ausgehende Anrufe, nicht um die Annahme eingehender Anrufe, auf die sich unser Preisvergleich konzentriert.

Die Fallstudie wurde vom Anbieter telli auf seiner Website veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben von telli bzw. Bark und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Wofür nutzen Vermittlungsplattformen KI-Telefonagenten?

Bei Bark rufen KI-Agenten neue Dienstleister an, um sie zu aktivieren, und Kunden, um unvollständige Anfragen zu ergänzen oder veraltete zu schließen. Menschen übernehmen, wenn eine Entscheidung ansteht.

Wie viel Anrufkapazität bringt ein KI-Telefonagent?

Bark berichtet von 800 zusätzlichen Gesprächsstunden pro Woche. Das ist eine Angabe aus der Anbieter-Fallstudie und hängt stark vom Volumen des Unternehmens ab.

Was kostet telli bei so hohem Volumen?

telli nennt keine öffentlichen Preise. Abgerechnet wird laut unseren Daten nach Minuten; bei Volumina im sechsstelligen Minutenbereich pro Monat werden die Konditionen individuell vereinbart.

Quelle: „Wie Bark mit telli-Agenten jede Woche 800 zusätzliche Anrufstunden gewinnt“, telli – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

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