Praxisbeispiel · Photovoltaik & Energiespeicher (Franchise)

KI-Telefonassistent im Photovoltaik-Franchise: 50 % der Anrufe ohne Mitarbeiter gelöst – enerix

Beim Solar-Franchisesystem enerix nehmen KI-Agenten eingehende Anrufe der Franchisepartner an, qualifizieren Interessenten und buchen Beratungstermine. Was der Anbieter berichtet und worauf Netzwerke mit vielen Standorten achten sollten.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: telli

Steckbrief

Unternehmen
enerix, Anbieter von Photovoltaik, Speichern und Ladestationen in Deutschland und Österreich, über 100 Franchisepartner, gegründet 2007
Einsatz
Annahme eingehender Anrufe bei den Franchisepartnern, Qualifizierung und Terminbuchung
Umfang
15 Franchisepartner nutzen die Agenten; Start mit zwei Partnern nach vier Wochen
Ergebnis
abgeschlossene Anrufe von 467 auf über 1.600 innerhalb von 60 Tagen; 50 % der Anrufe vollständig durch die KI gelöst

Ausgangssituation

  • Bei enerix betreuen die Franchisepartner ihre Kunden lokal statt über einen zentralen Vertrieb. Das ermöglicht persönliche Beratung, bedeutet aber auch, dass nicht jeder Anruf angenommen werden kann.
  • Gesucht war eine zentral einführbare, kostengünstige Lösung, die Anrufer natürlich anspricht, ihren Bedarf klärt und sie an die richtige Person weitergibt – angepasst an Namen und Region jedes Partners.
  • Mehrere geprüfte Lösungen erfüllten diese Anforderungen laut Bericht nicht.

Die Lösung

  • Nach vier Wochen liefen Agenten für eingehende Anrufe bei zwei Franchisepartnern; telli band sie an deren CRM- und Terminsysteme an und stimmte Ton und Abläufe auf enerix ab.
  • Die Agenten beantworten Fragen, erkennen das Anliegen und filtern irrelevante Anrufe wie Werbeanrufe heraus.
  • Sie erfragen Zeitplan, Budget, Produktinteresse und ob schon ein Wettbewerber im Gespräch ist, und stellen dann direkt zu einem Berater durch oder buchen einen Termin im Kalender.
  • Anrufer erfahren, dass sie mit einer KI sprechen; regionale Bezüge und der Name des jeweiligen Partners sollen trotzdem Vertrauen schaffen. Die Berater erhalten Transkript und Zusammenfassung.

Der Nutzen

  • Laut Bericht stieg die Zahl abgeschlossener Anrufe innerhalb von 60 Tagen von 467 auf über 1.600; insgesamt wird ein vierfaches Anrufvolumen genannt.
  • Die Gesprächsminuten stiegen um 250 %; die Hälfte der Anrufe wurde vollständig von der KI erledigt.
  • Die Franchisepartner können sich auf Außendienst und Kundenbetreuung konzentrieren; der Vertriebsleiter sieht die Kosten durch gewonnene Leads und eingesparte Zeit gedeckt.

Herausforderungen

  • Die Zahlen stammen aus der Anbieter-Fallstudie und sind nicht unabhängig geprüft; das gestiegene Anrufvolumen spiegelt auch die schrittweise Ausweitung auf mehr Partner wider.
  • Jeder Franchisepartner braucht eine eigene Anbindung an Kalender und CRM sowie eigene Anpassungen – der Aufwand wächst mit der Zahl der Standorte.

„telli stellt sicher, dass immer jemand ans Telefon geht.“

Christoph Pirkl, CSO bei enerix, zitiert nach telli

Learnings für andere Betriebe

  1. Zentral einführen, lokal anpassenFür Netzwerke mit vielen Standorten lohnt eine gemeinsame Lösung, bei der Name, Region und Ansprechpartner je Standort hinterlegt werden.
  2. Qualifizieren statt nur annehmenDen größten Nutzen bringt ein Assistent, der Zeitplan, Budget und Interesse erfragt. Der Berater startet dann mit vollem Kontext ins Gespräch.
  3. Störanrufe aussortierenEin KI-Assistent kann Werbe- und Fehlanrufe herausfiltern, bevor sie beim Team ankommen – ein oft unterschätzter Zeitgewinn.
  4. Klein starten, dann ausrollenenerix begann mit zwei Partnern und erweiterte erst nach sichtbaren Ergebnissen auf 15.

Unsere Einordnung

telli veröffentlicht keine Preise; ein Angebot gibt es nur nach einem Erstgespräch. Laut unseren Daten rechnet telli nach Minuten ab, Kontingent und Minutenpreis werden individuell vereinbart.

Zur Größenordnung, als grobe Schätzung: Sind die rund 1.600 abgeschlossenen Anrufe ein Monatswert und dauert ein Gespräch etwa 3 Minuten (unsere Annahme), wären das knapp 5.000 KI-Minuten im Monat über 15 Standorte, also rund 330 Minuten je Partner. Solche Volumina pro Standort decken auch Standardtarife mit öffentlichen Preisen ab; für ein Franchisenetz zählt aber vor allem, ob zentrale Verwaltung, getrennte Rufnummern und Anbindung an die Kalender der Partner möglich sind – das sollte man im Angebot konkret abfragen.

Die Fallstudie wurde vom Anbieter telli auf seiner Website veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben von telli bzw. enerix und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein KI-Telefonassistent für Solarfirmen?

Bei enerix erledigt die KI laut Anbieter die Hälfte der eingehenden Anrufe selbst und gibt qualifizierte Interessenten mit Termin oder Durchstellung an die Berater weiter. Entscheidend ist die Anbindung an Kalender und CRM.

Merken Anrufer, dass sie mit einer KI sprechen?

Bei enerix werden Anrufer darüber informiert. Regionale Bezüge und der Name des zuständigen Partners sollen das Gespräch dennoch persönlich wirken lassen.

Funktioniert ein KI-Telefonassistent für mehrere Standorte oder Franchisepartner?

Ja, enerix setzt eine zentrale Lösung bei 15 Franchisepartnern ein, die je Partner an Branding, Region und Terminsystem angepasst ist.

Quelle: „Wie enerix 15 Franchisenehmern helfen konnte, jeden Lead mit telli zu erfassen — in nur 60 Tagen“, telli – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

Vom Vergleich in den Live-Betrieb – wir richten Ihren KI-Telefonassistenten ein.

Die Software ist schnell gebucht – entscheidend ist, dass der Assistent zu Ihren Abläufen passt. Wir begleiten Sie von der Auswahl bis zum produktiven Einsatz.

  • Anbieterauswahl mit Ihren ZahlenAnrufvolumen, Budget, Datenschutz und Funktionen – wir prüfen die Shortlist und testen sie mit echten Anrufszenarien.
  • Einrichtung & IntegrationRufnummer, Telefonanlage, Kalender, CRM und Weiterleitungen – sauber angebunden.
  • Gesprächsdesign & WissensbasisBegrüßung, Fragen, Eskalation an Ihr Team und FAQ-Wissen, abgestimmt auf Ihre Kundschaft.
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