Praxisbeispiel · Immobilienvermittlung

KI-Telefonassistent in der Immobilienvermittlung: 3-mal schnellere Reaktion in Stoßzeiten – McMakler

Der Immobilienvermittler McMakler setzt KI-Agenten für eingehende und ausgehende Anrufe von Käufern und Verkäufern ein. Laut Anbieter bleibt das 20-köpfige Kundenteam gleich groß, während Warteschlangen in Spitzenzeiten schrumpfen.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: telli

Steckbrief

Unternehmen
McMakler, Immobilienplattform in Deutschland und Österreich mit über 350 Maklern an mehr als 30 Standorten
Team
20-köpfiges Kundenbetreuungsteam, das Tausende Anrufe bearbeitet
Einsatz
Eingehende Anrufe und ausgehende Rückrufe bei Website-Leads; Besichtigungstermine im Kalender
Ergebnis
3-mal schnellere Reaktion in Stoßzeiten, rund 45 % höhere Verbindungsrate, 90 % geringere Skalierungskosten

Ausgangssituation

  • Das Kundenteam beantwortet Fragen von Käufern und Verkäufern und plant Besichtigungen; dazu kommen Rückrufe bei Website-Anfragen.
  • Mit dem Wachstum stieg das Anrufvolumen so stark, dass in Spitzenzeiten ein Vielfaches der aktiven Anrufer in der Warteschlange hing.
  • Mehr Personal wäre teuer gewesen und in ruhigen Zeiten nicht ausgelastet. Gefragt war kein einfacher FAQ-Bot, sondern eine einfühlsame, professionelle Gesprächsführung. Zwei andere KI-Plattformen wurden vorher getestet.

Die Lösung

  • telli analysierte typische Fragen und Kontaktpunkte und baute Agenten, die den Ton von McMakler übernehmen.
  • Die Agenten nehmen eingehende Anrufe an, rufen Interessenten zurück und klären Standardfragen. Besichtigungstermine tragen sie selbst in die Kalender der Makler ein; wenn nötig, übernimmt ein Mensch.
  • Jede Übergabe enthält Transkript, Zusammenfassung und Stimmungsdaten. Die Agenten stellen sich als virtuelle Assistenten vor.
  • Skripte passt das Team über einen Prompt-Editor selbst an.

Der Nutzen

  • Laut Bericht reagiert McMakler in Stoßzeiten dreimal schneller; die Verbindungsrate stieg um etwa 45 %.
  • Das Team blieb bei 20 Personen und arbeitet als Eskalationsstufe für anspruchsvolle Gespräche.
  • Die Kosten für die Skalierung des Kundenservice sanken laut Anbieter um 90 %.

Herausforderungen

  • Die Zahlen stammen vom Anbieter; wie die 90 % Kostenersparnis berechnet wurden, wird nicht erläutert.
  • Laut Bericht merken viele Anrufer nicht, dass sie mit einer KI sprechen, obwohl sie sich als virtueller Assistent vorstellt. Betriebe sollten den KI-Hinweis deutlich formulieren, um Transparenzpflichten zu erfüllen.

Learnings für andere Betriebe

  1. Spitzen abfangen statt Personal aufbauenLange Warteschlangen entstehen oft nur zu bestimmten Zeiten. Eine KI, die zusätzliche Anrufe parallel übernimmt, ist hier flexibler als zusätzliche Stellen.
  2. Mensch als EskalationsstufeDie KI übernimmt Standardfragen und Terminbuchung, das Team die heiklen Gespräche – mit vollständiger Übergabe.
  3. Mehrere Anbieter testenMcMakler hat vor der Entscheidung mehrere KI-Plattformen ausprobiert. Testanrufe mit echten Szenarien zeigen Unterschiede in der Gesprächsqualität schnell.

Unsere Einordnung

telli veröffentlicht keine Preise; ein Angebot gibt es nur nach einem Erstgespräch. Laut unseren Daten richtet sich telli an größere Unternehmen und rechnet nach Minuten ab, mit individuell vereinbartem Kontingent und Minutenpreis. Die Quelle nennt nur „Tausende Anrufe“ ohne genaue Zahl, eine Kostenschätzung ist daher nicht möglich.

Für kleinere Maklerbüros ist der Kern des Falls – Anrufe in Spitzenzeiten auffangen und Besichtigungen in den Kalender buchen – auch mit Telefonassistenten mit öffentlichen Preisen umsetzbar. Entscheidend sind hier die Zahl gleichzeitiger Gespräche und die Kalenderanbindung, nicht nur der Minutenpreis.

Die Fallstudie wurde vom Anbieter telli auf seiner Website veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben von telli bzw. McMakler und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Kann ein KI-Telefonassistent Besichtigungstermine buchen?

Ja. Bei McMakler buchen die KI-Agenten Besichtigungen direkt in die Kalender der Berater und leiten bei Bedarf an einen Menschen weiter.

Hilft ein KI-Telefonassistent gegen lange Warteschleifen?

McMakler berichtet von dreimal schnelleren Reaktionszeiten in Stoßzeiten, weil die KI zusätzliche Anrufe übernimmt. Wichtig ist, dass der Assistent mehrere Gespräche gleichzeitig führen kann.

Muss eine KI am Telefon sagen, dass sie eine KI ist?

Transparenz ist zu empfehlen und je nach Rechtslage geboten. Bei McMakler stellen sich die Agenten als virtuelle Assistenten vor; viele Anrufer bemerken laut Bericht trotzdem nicht, dass es eine KI ist.

Quelle: „Wie McMakler Wartezeiten zu Stoßzeiten mit telli um das 3-fache verkürzt“, telli – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

Vom Vergleich in den Live-Betrieb – wir richten Ihren KI-Telefonassistenten ein.

Die Software ist schnell gebucht – entscheidend ist, dass der Assistent zu Ihren Abläufen passt. Wir begleiten Sie von der Auswahl bis zum produktiven Einsatz.

  • Anbieterauswahl mit Ihren ZahlenAnrufvolumen, Budget, Datenschutz und Funktionen – wir prüfen die Shortlist und testen sie mit echten Anrufszenarien.
  • Einrichtung & IntegrationRufnummer, Telefonanlage, Kalender, CRM und Weiterleitungen – sauber angebunden.
  • Gesprächsdesign & WissensbasisBegrüßung, Fragen, Eskalation an Ihr Team und FAQ-Wissen, abgestimmt auf Ihre Kundschaft.
  • Go-live, Datenschutz & OptimierungAVV, Testphase, Monitoring der Gespräche und Feinschliff in den ersten Wochen.

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