Steckbrief
- Betrieb
- Zwei Hausarztpraxen in Lenzburg und Obergösgen (Schweiz), interdisziplinäres Team mit 7 Ärztinnen und Ärzten
- Anrufvolumen
- rund 75 Anrufe pro Tag, über 2.000 pro Monat in beiden Praxen
- Ergebnis
- laut Fallstudie 75 % Zeitersparnis bei telefonischen Anfragen
- Stand
- Fallstudie vom August 2022
Ausgangssituation
- Die beiden Praxen arbeiten seit Jahren digital, etwa mit Tablets und Online-Kontakt. Nur das Telefon wurde noch komplett von Hand bedient.
- Rund 75 Anrufe am Tag musste das Team annehmen und bearbeiten – zusätzlich zur ohnehin vollen Patientenversorgung.
Die Lösung
- Ein KI-Telefonassistent von VITAS nimmt für beide Standorte Routineanliegen auf: Rezepte, Überweisungen und Terminwünsche.
- Laut Fallstudie versteht der Assistent auch Anrufer, die Schweizerdeutsch sprechen.
- Die Praxen sind damit auch telefonisch rund um die Uhr erreichbar, ergänzend zu den bestehenden Online-Kanälen.
Der Nutzen
- Die Fallstudie nennt 75 % Zeitersparnis bei telefonischen Anfragen.
- Das Team kann sich auf die Behandlung vor Ort konzentrieren; die ruhigere Atmosphäre wird laut Praxis auch von Patienten bemerkt.
- Patienten erreichen die Praxis telefonisch auch außerhalb der Sprechzeiten.
Herausforderungen
- Die Fallstudie stammt vom August 2022. Produkt, Sprachtechnik und Preismodell von VITAS haben sich seitdem verändert; die Zahlen beschreiben den damaligen Stand.
- Die 75 % Zeitersparnis sind eine Angabe von Anbieter bzw. Praxis; wie sie gemessen wurde, ist nicht beschrieben.
„Uns gefällt vor allem, dass wir als Nutzer in die Weiterentwicklung einbezogen werden.“
Dr. med. univ. Gabor Csiky-Strauss, Geschäftsführung & Praxisinhaber, zitiert nach VITAS (Fallstudie des Anbieters)
Learnings für andere Betriebe
- Dialekt vorher testenWer in einer Region mit starkem Dialekt arbeitet, sollte im Test gezielt prüfen, ob der Assistent die Anrufer zuverlässig versteht.
- Ein Assistent für mehrere StandorteZwei Praxen teilen sich hier einen Assistenten. Bei Verbünden lohnt es sich, Standorte zu bündeln statt pro Praxis einen eigenen Vertrag abzuschließen – vorausgesetzt, Anliegen werden richtig zugeordnet.
- Telefon in die digitale Strategie einbeziehenOnline-Termine und Tablets nützen wenig, wenn das Telefon weiter das Nadelöhr bleibt. Der Telefonkanal gehört in dieselbe Planung.
Was kostet das bei diesem Volumen?
2.000 Anrufe im Monat sind bei 3 Minuten je Gespräch rund 6.000 KI-Minuten im Monat – wenn die KI jeden Anruf annimmt. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):
| Anbieter | Tarif | ≈ pro Monat |
|---|---|---|
| AnrufConcierge Classic Flatrate* | 149 € | |
| Patientenmanagement Flatrate* | 192,44 € | |
| Plus | ≈ 424 € | |
| Self-Service | 480 € | |
| Scale | 539 € |
Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 23 Anbieter, die Arztpraxis & MVZ ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. * Flatrates: Bei diesem Volumen Fair-Use-Regeln und gleichzeitige Gespräche beim Anbieter prüfen. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.
Spezialisten für Arztpraxis & MVZ
Diese Anbieter haben sich ganz auf Arztpraxis & MVZ ausgerichtet – mit Abläufen und Anbindungen für die Branche:
Einstiegspreis netto pro Monat. Bei 6.000 Minuten im Monat: individuelles Angebot anfragen.
Kosten für Ihren Betrieb berechnen →
Unsere Einordnung
Die Fallstudie ist von 2022; VITAS rechnet heute nicht nach Minuten, sondern nach Konversationen ab. Laut unseren Daten: Flex 49 € im Monat plus 0,28 € je Konversation, Basic 119 € mit 500 und Plus 299 € mit 1.500 Konversationen (netto, monatlich kündbar, bei Jahreszahlung 18 % günstiger). Zusätzliche Konversationen kosten in Basic und Plus 0,25 €.
Unsere Rechnung für über 2.000 Anrufe im Monat, wenn jeder Anruf eine Konversation ist: Plus (299 €) plus 500 × 0,25 € ≈ 424 € netto im Monat. Ab 2.500 Konversationen bietet VITAS Individualpakete nur auf Anfrage an. Zu beachten: Auch versendete SMS und automatische Rückrufe zählen als Konversation. Mit Minutenpreisen anderer Anbieter ist das nur bedingt vergleichbar; bei vielen kurzen Arztanrufen ist die Abrechnung je Gespräch gut kalkulierbar.
Die Fallstudie wurde vom Anbieter VITAS im August 2022 veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. der Praxen und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.
Häufige Fragen
Versteht ein KI-Telefonassistent Schweizerdeutsch?
Laut der VITAS-Fallstudie der Praxen Lenzburg und Obergösgen war der Schweizer Dialekt kein Problem. Da die Studie von 2022 stammt, sollte man das mit eigenen Testanrufen prüfen.
Was kostet ein KI-Telefonassistent bei 2.000 Anrufen im Monat?
Bei VITAS nach unserer Rechnung rund 424 € netto im Monat (Plus mit 1.500 Konversationen plus 500 zusätzliche à 0,25 €). Andere Anbieter rechnen nach Minuten ab – der Preisvergleich zeigt die Spanne.
Können sich zwei Arztpraxen einen Telefonassistenten teilen?
Ja, die beiden Schweizer Praxen nutzen laut Fallstudie einen gemeinsamen Assistenten für beide Standorte.
Quelle: „Case Study: Innovatives Praxismanagement – Hausarztpraxen Lenzburg & Obergösgen (CH)“, VITAS (Fallstudie des Anbieters), 01.08.2022 – zum Original ↗. Ergänzend: „Erfolgsgeschichten“, VITAS – ansehen ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.