Steckbrief
- Betrieb
- Schmolck, Autohausgruppe in Emmendingen (Mercedes-Benz PKW und Nutzfahrzeuge, Skoda, VW, SEAT/CUPRA, Audi) und Müllheim (Mercedes-Benz PKW und Transporter)
- Anrufvolumen
- rund 2.000 Anrufe im Monat im Überlauf über die KI
- Zeitplan
- Kennenlernen Mitte Januar 2026, Start am 1. Februar 2026 mit einem Standort, heute an allen vier Standorten
Ausgangssituation
- Die Gruppe deckt PKW mit sieben Marken und Nutzfahrzeuge ab – entsprechend unterschiedlich sind die Anliegen, vom Unimog über die Tachoprüfung bis zur Panne.
- Ein KI-Telefonassistent eines anderen Anbieters war schon einmal im Einsatz, wurde aber wieder abgeschaltet: Die Kunden nahmen ihn nicht an, und er ließ sich zu wenig an die eigenen Anforderungen anpassen.
Die Lösung
- Im Februar 2026 startete der neue Assistent an einem Standort, im März kam der zweite dazu; heute läuft er an allen vier Standorten.
- Er nimmt Anrufe im Überlauf an, bucht Werkstatttermine direkt in den Werkstattplaner und unterscheidet PKW- und Nutzfahrzeug-Anliegen in einem System. Verkaufs- und Probefahrtanfragen leitet er an das passende Team weiter.
- Außerhalb der Öffnungszeiten verbindet er bei Pannen und Unfällen direkt mit dem Notdienstpartner; andere Anliegen nimmt er auf oder vereinbart gleich einen Termin.
- Für Kunden aus dem benachbarten Frankreich gibt es eine französischsprachige Variante.
Der Nutzen
- Rund 2.000 Anrufe im Monat werden im Überlauf angenommen.
- Termine landen direkt im Werkstattplaner, auch außerhalb der Öffnungszeiten.
- Nach Aussage des Verantwortlichen Michael Berger bleibt dem Team mehr Zeit für den persönlichen Kontakt mit Kunden.
- Änderungswünsche wurden nach Angaben des Anbieters sofort umgesetzt; für Anpassungen nutzt Schmolck auch einen eingebauten KI-Assistenten.
Herausforderungen
- Ein erster KI-Anbieter ist im Alltag an fehlender Kundenakzeptanz und mangelnder Anpassbarkeit gescheitert – die Wahl des Anbieters entscheidet mit.
- Um die Gespräche zu verbessern, hat Schmolck die eigenen Kunden befragt; die Feinabstimmung ist also laufende Arbeit.
- Die Zahlen stammen aus der Kundenstory des Anbieters und sind nicht unabhängig geprüft.
„Ich war nie Fan von KI im Kundenkontakt“
Michael Berger, Schmolck, in der Kundenstory von RUND, zitiert nach RUND (ehem. GetCarl)
Learnings für andere Betriebe
- Den Assistenten vorstellenSchmolck hat die KI den Kunden zum Start als neuen Mitarbeiter angekündigt. Offene Kommunikation kann die Akzeptanz erhöhen – woran der erste Anbieter gescheitert war.
- Kunden nach ihren Erfahrungen fragenEine Befragung der Anrufer zeigte, wo die Gespräche besser werden können. So eine Rückmeldung ist wertvoller als reine Anrufstatistik.
- Schrittweise ausrollenEin Standort zum Start, dann der nächste: So lassen sich Probleme früh erkennen, bevor die ganze Gruppe umgestellt ist.
- Notdienst klar regelnAußerhalb der Öffnungszeiten braucht es eine feste Regel für Pannen und Unfälle. Bei Schmolck verbindet die KI direkt mit dem Notdienstpartner.
Was kostet das bei diesem Volumen?
2.000 Anrufe im Monat sind bei 3 Minuten je Gespräch rund 6.000 KI-Minuten im Monat – wenn die KI jeden Anruf annimmt. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):
| Anbieter | Tarif | ≈ pro Monat |
|---|---|---|
| Self-Service | 480 € | |
| Enterprise | 599 € | |
| Professional | 619 € | |
| Core | 647 € | |
| Team | 719 € | |
| Individuelles Angebot | auf Anfrage |
Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 16 Anbieter, die Autohaus & Werkstatt ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.
Spezialisten für Autohaus & Werkstatt
Diese Anbieter haben sich ganz auf Autohaus & Werkstatt ausgerichtet – mit Abläufen und Anbindungen für die Branche:
Einstiegspreis netto pro Monat. Bei 6.000 Minuten im Monat: individuelles Angebot anfragen.
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Unsere Einordnung
RUND nennt keine öffentlichen Preise; Angebote gibt es nur auf Anfrage, ein kostenloser Test wird angeboten. Bei 2.000 Anrufen und angenommen 2–3 Minuten je Gespräch fallen etwa 4.000 bis 6.000 KI-Minuten im Monat an (unsere Schätzung) – die Tabelle unten zeigt, was Anbieter mit öffentlichen Preisen dafür verlangen.
Mehrsprachigkeit, Direktbuchung im Werkstattplaner und Weiterleitung an einen Notdienst sind bei vielen Anbietern nicht im Grundpreis enthalten oder nur in höheren Tarifen. Für Gruppen mit mehreren Standorten lohnt es, diese Punkte einzeln im Angebot abzufragen.
Die Fallstudie wurde vom Anbieter RUND (ehem. GetCarl) veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. des Kunden und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.
Häufige Fragen
Warum scheitern KI-Telefonassistenten im Autohaus?
Bei Schmolck wurde ein erster Anbieter wieder abgeschaltet, weil die Kunden ihn nicht annahmen und er sich zu wenig an die eigenen Abläufe anpassen ließ. Akzeptanz und Anpassbarkeit sollten deshalb vor der Auswahl getestet werden.
Kann ein KI-Telefonassistent auch Französisch sprechen?
Ja, bei Schmolck läuft für Kunden aus dem benachbarten Frankreich eine französischsprachige Variante des Assistenten.
Wie viele Anrufe hat eine Autohausgruppe im Monat?
Bei Schmolck mit vier Standorten nimmt die KI rund 2.000 Anrufe im Monat allein im Überlauf an.
Quelle: „Schmolck: Kundenstory“, RUND (ehem. GetCarl) – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.